“Der verlogene Heurige & andere Kalamitäten” KARL MARKOVICS & OÖ Concert Schrammeln

So, 06.06.2027, 19:45 Uhr
Einlass ab 19:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Zehnerhaus Bad Radkersburg

0,0027,00

Die Eintrittskarte ist an der Abendkassa ausgedruckt oder elektronisch vorzuweisen und wird entwertet.
Bei ermäßigten Vorverkaufskarten ist der Ermäßigungsgrund an der Abendkassa nachzuweisen (KUFO-Mitgliedsausweis, entdecker-card, HaKuk, Behindertenausweis).

Geschichten vom Essen, Trinken und Schlechtsein
Karl Markovics spielt in der TV-Serie  Babylon Berlin einen österreichischen Journalisten, dessen Figur in Anlehnung an all jene entstand, deren Texte er hier liest!
Er liest Texte, die sich mit dem Thema  befassen, wie uns das Leben den Garaus machen kann, bevor es eigentlich zu Ende ist. Es geht ums Essen und ums Trinken…
In Der verlogene Heurige & andere Kalamitäten liest die vielseitige Künstler österreichische Literatur  von Alfred Polgar, Josef Roth, Anton Kuh, Friedrich Torberg, Karl Kraus und andere… Sie werden viel lachen! Und Sie werden staunen!
Es begleiten ihn musikalisch die Oberösterreichischen Concert Schrammeln mit ausgesuchten musikalischen Leckerbissen OHNE Heurigenmusik.

„Restaurants sind Gelegenheiten, wo Wirte Grüßen, Gäste bestellen und Kellner essen.“  Karl Kraus

Wie uns das Leben den Garaus machen kann, noch bevor es eigentlich zu Ende ist, davon handeln die Geschichten des heutigen Abends – von den kleineren und größeren Kalamitäten rund um die Grundbedürfnisse der leiblichen und seelischen Existenz. Vom Gegenüber (Anton Kuh), von den Abscheulichkeiten der Sprache (Karl Kraus), von schlechter Bedienung (Alfred Polgar), vom zu Guten und zu Vielen (Friedrich Torberg), vom zu Schlechten und zu Wenigen (Ernst Jandl), von verlorenen Träumen (Felix Salten), von der Begierde (Peter Altenberg) und überhaupt von allerlei Schicksalsschlägen. Oder auch einfach nur vom Pech.

Genießen Sie also den Abend, solange er dauert. Denn schon bald wird Ihnen wieder der raue Alltag ins Angesicht blasen. Vielleicht ist es Ihnen ein kleiner Trost, wenn ich Ihnen sage: Mir geht es ebenso.

Besetzung:
Karl Markovics  Rezitation
Peter Gillmayr  Violine
Kathrin Lenzenweger  Violine
Andrej Serkov  Schrammelharmonika
Guntram Zauner Kontragitarre

MUSIK von Johann Schrammel, Franz Schubert, Robert Stolz, Josef Mikulas u.a.

Karl Markovics
Der Sohn einer Verkäuferin und eines Busfahrers wollte keinen bürgerlichen Beruf ergreifen, sondern zum Theater, wofür die Eltern Verständnis zeigten. Er scheiterte jedoch bei der Aufnahmeprüfung für das Max-Reinhardt-Seminar. Davon ließ er sich allerdings nicht beirren und begann 1982 am Serapionstheater Wien zu spielen.[1] 1987 wechselte er zum Wiener Ensemble.

Die erste Filmrolle übernahm Markovics 1991 in dem Kinofilm Hund und Katz von Michael Sturminger. 1993 spielte er den Kirchingerwirt in Paul Harathers tragikomischem Roadmovie Indien. Einem breiteren Publikum bekannt wurde er als Bezirksinspektor Stockinger, zuerst in der österreichischen Krimiserie Kommissar Rex, danach in der Spin-off-Serie Stockinger. Es folgten weitere Filmrollen, unter anderem in Hinterholz 8, Late Show und – als Hauptdarsteller neben Julia Stemberger – in Geboren in Absurdistan sowie in Komm, süßer Tod.

In den folgenden Jahren spielte Markovics in zahlreichen TV- und Theaterproduktionen, unter anderem am Theater in der Josefstadt und am Wiener Volkstheater, wo er im Jahr 2005 mit Eugène Ionescos Die kahle Sängerin auch erstmals selbst ein Stück inszenierte. 2008 sah man ihn in der zweiteiligen Fernsehproduktion Die Gustloff unter der Regie von Joseph Vilsmaier neben Michael Mendl, Heiner Lauterbach, Francis Fulton-Smith und Dana Vávrová in der Hauptrolle des U-Boot Korvettenkapitäns Petri.

Die Hauptrolle des Salomon Sorowitsch in Stefan Ruzowitzkys Film Die Fälscher, der bei der 80. Oscarverleihung als Bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde, blieb bis heute Markovics’ größter internationaler Erfolg.

2009 war Markovics zusammen mit anderen österreichischen Filmschaffenden Mitbegründer der Akademie des Österreichischen Films.

2011 gab er mit dem Spielfilm Atmen sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor. Die Produktion mit Thomas Schubert in der Hauptrolle wurde in die Reihe Quinzaine des réalisateurs der 64. Filmfestspiele von Cannes eingeladen und dort mit dem Prix Europa Cinemas Label sowie 2012 in sechs Kategorien mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet.

2011 spielte er auch in dem Kinofilm Süskind des niederländischen Regisseurs Rudolf van den Berg. Darin verkörperte er Ferdinand aus der Fünten, der als SS-Hauptsturmführer während des Zweiten Weltkrieges für die Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Amsterdam verantwortlich war.[2]

Im Spielfilm Die Geliebte des Teufels des tschechischen Regisseurs Filip Renč über das Leben der umstrittenen tschechischen Schauspieldiva Lída Baarová spielt Markovics die Hauptrolle, Baarovas Geliebten Joseph Goebbels. Der Film wurde von April bis Juni 2015 überwiegend in der Tschechischen Republik gedreht und feierte seine Weltpremiere im Jänner 2016 in Prag.[3]

Bei den Bregenzer Festspielen 2018 inszenierte er die Uraufführung der Oper Das Jagdgewehr des Komponisten Thomas Larcher und gab damit sein Debüt als Opernregisseur.[4][5]

Im Sommer 2023 stand er als Sigmund Freud in der Villa Wartholz für die Universum-History-Folge Verbotenes Begehren – Meilensteine queerer Geschichte vor der Kamera, in der Margarethe „Gretl“ Csonka, dargestellt von Christina Cervenka, wegen ihrer lesbischen Neigungen, insbesondere ihrer Zuneigung zur preußischen Gräfin Leonie von Puttkamer, zu Freud geschickt wurde.[6][7]

Markovics ist mit der Theater- und Filmschauspielerin Stephanie Taussig (* 1967) verheiratet und Vater zweier adoptierter Kinder. Er wohnt in der Nähe von Wien.

OÖ. Concert-Schrammeln
Schon seit 1996 lässt man die alte Wiener Schrammelmusik hochleben und sorgt dafür, dass ein einzigartiges Stück österreichischer Musikgeschichte nicht in Vergessenheit gerät.

Besetzung
Peter Gillmayr — 1. Violine
Kathrin Lenzenweger — 2. Violine
Andrej Serkov — Schrammelharmonika
Guntram Zauner — Kontragitarre

Das Ensemble
Die OÖ. Concert- Schrammeln sind, 1996 gegründet und 2009 neu formiert, Mitglieder der Österreichischen Salonisten, Lehrer im OÖ. Landesmusikschulwerk sowie Solisten, Kammer- und Orchestermusiker. Sie spielen originale Schrammelmusik von Johann und Josef Schrammel, Mikulas, Sioly, den Sträußen, Ziehrer, Strohmayer u.a.
Programme und Auftritte im gesamten deutschsprachigen Raum mit Erwin Steinhauer, Fritz Karl, Wolfgang Böck, Agnes Palmisano, Günter Rainer, Erich Wessner, Walter Zeh, Franz Suhrada, Barbara Wussow u.a.

Schrammelmusik
Schrammelmusik ist eine für Wien typische Musikgattung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und gilt als Wiener Volksmusik.
Sie wurde nach den Waldviertler Musikern, Geigern und Komponisten Johann und Josef Schrammel benannt, die 1878 mit dem Gitarristen Anton Strohmayer in Wien ein kleines Ensemble gründeten, mit dem sie ein volkstümliches Repertoire mit Liedern und Märschen, Tänzen und Walzern in Heurigen und Gaststätten darboten.

Nach dem Anschluss des Klarinettisten Georg Dänzer zum Orchester 1884 nannten sie sich „Specialitäten Quartett Gebrüder Schrammel“ und erlangten mit ihrer Art, Wienerlieder zu spielen, rasch große Berühmtheit. Sie spielten nun auch in den Palais und Salons der Wiener Aristokratie und des Großbürgertums. Der „Schrammeleuphorie“ schlossen sich als Verehrer auch Größen wie Johann Strauss und Johannes Brahms an, später sollte auch Arnold Schönberg von der Schrammelmusik schwärmen. Schon zu Lebzeiten der Brüder war das Wienerlied unter der Bezeichnung „Schrammelmusik“ bekannt.
Die Schrammelmusik wird vor allem durch die „weinende“ (raunzende), melancholische, aber trotzdem chansonartig beschwingte Instrumentierung charakterisiert.

Typische Besetzungen sind: Zwei Geigen, Kontragitarre, Klarinette (meist G-Klarinette, auch „picksüßes Hölzl“ genannt), später auch Knopfharmonika (Schrammelharmonika). In ihrer nur sieben Jahren währenden Schaffensperiode komponierten die Gebrüder Schrammel über 200 Lieder und Musikstücke; mit diesen setzten sie der Wiener Musik einen Höhepunkt.

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